Fandom


 
Zeile 1: Zeile 1:
 
''Zurück zu: [[Arianna "Anna" Nowak von Novigrad]]''
 
''Zurück zu: [[Arianna "Anna" Nowak von Novigrad]]''
   
Arianna wurde als erste Tochter eines einfachen Fischers und dessen Frau in Novigrad geboren. Sehr früh wurde das Mädchen aber an einen Hexer übergeben, der sie durch das Gesetz der Überraschung und als Bezahlung für einen „Gefallen“ bekam:
+
Arianna wurde als erste Tochter eines [[Alexej Nowak|einfachen Fischers]] und [[Marika Nowak|dessen Frau]] in Novigrad geboren. Sehr früh wurde das Mädchen aber an einen Hexer übergeben, der sie durch das Gesetz der Überraschung und als Bezahlung für einen „Gefallen“ bekam:
   
 
Der besagte Fischer namens Alexej Nowak fing eines Tages plötzlich keine Fische mehr und konnte es sich einfach nicht erklären, dass auf einmal nichts mehr anbiss. Nicht einmal alte Schuhe fischte er mehr aus dem Wasser. Er versuchte es an allen möglichen Stellen seines Fischreviers in Novigrad, doch blieb erfolglos. Der arme Mann konnte durch seinen fehlenden Fischertrag keine Geschäfte mehr treiben und daher ging ihm sehr bald das Geld aus. Daneben hatte Alexej auch noch eine hochschwangere Frau zuhause, die über einen fürchterlichen Hunger klagte und ihn einen Taugenichts schimpfte. Gezwungen von diesen Umständen wagte sich der tapfere Fischer aus der Stadt heraus, um vor den Toren nach neuen Gebieten zu suchen, in denen das Gewässer nicht überfischt sei. Doch auch hier verfolgte ihn das Unglück und er lief in die Fänge einer Gruppe aggressiver Ertrunkener.
 
Der besagte Fischer namens Alexej Nowak fing eines Tages plötzlich keine Fische mehr und konnte es sich einfach nicht erklären, dass auf einmal nichts mehr anbiss. Nicht einmal alte Schuhe fischte er mehr aus dem Wasser. Er versuchte es an allen möglichen Stellen seines Fischreviers in Novigrad, doch blieb erfolglos. Der arme Mann konnte durch seinen fehlenden Fischertrag keine Geschäfte mehr treiben und daher ging ihm sehr bald das Geld aus. Daneben hatte Alexej auch noch eine hochschwangere Frau zuhause, die über einen fürchterlichen Hunger klagte und ihn einen Taugenichts schimpfte. Gezwungen von diesen Umständen wagte sich der tapfere Fischer aus der Stadt heraus, um vor den Toren nach neuen Gebieten zu suchen, in denen das Gewässer nicht überfischt sei. Doch auch hier verfolgte ihn das Unglück und er lief in die Fänge einer Gruppe aggressiver Ertrunkener.
Zeile 12: Zeile 12:
 
Anna, wie sie heute von ihren Kameraden genannt wird, war ein richtiger Wirbelwind und bescherte den Männern ab und an einen ganz schönen Ärger. Besonders in der Pubertät wurde sie schwierig, da sie sich als einzige Dame in der Feste absolut nicht verstanden fühlte.
 
Anna, wie sie heute von ihren Kameraden genannt wird, war ein richtiger Wirbelwind und bescherte den Männern ab und an einen ganz schönen Ärger. Besonders in der Pubertät wurde sie schwierig, da sie sich als einzige Dame in der Feste absolut nicht verstanden fühlte.
   
Mit fünfzehn Jahren lief sie daher zum ersten Mal fort, um ihre echten Eltern zu suchen. Sie fand jene auch, doch diese Erfahrung war für sie verdammt ernüchternd: Sie traf auf einen konservativen Vater, der ihr nicht in die Augen sehen konnte und eine Mutter, die keine Zeit für sie hatte, weil sie sich um drei kleinere Kinder kümmern musste. Anna wurde von ihren leiblichen Eltern zwar in das Haus eingeladen, traf aber auf sehr abweisendes Verhalten, Unverständnis wegen des Schwertes auf ihrem Rücken und auf kühle, betretene Freundlichkeit.
+
Mit fünfzehn Jahren lief sie daher zum ersten Mal fort, um ihre echten Eltern zu suchen. Sie fand jene auch, doch diese Erfahrung war für sie verdammt ernüchternd: Sie traf auf einen konservativen Vater, der ihr nicht in die Augen sehen konnte und eine Mutter, die keine Zeit für sie hatte, weil sie sich um [[Hannes, Verena und Karin Nowak|drei kleinere Kinder]] kümmern musste. Anna wurde von ihren leiblichen Eltern zwar in das Haus eingeladen, traf aber auf sehr abweisendes Verhalten, Unverständnis wegen des Schwertes auf ihrem Rücken und auf kühle, betretene Freundlichkeit.
   
 
An diesem Punkt realisierte die junge Frau erst, wie sehr sie ihre Hexer-Freunde und ihren Ziehvater Balthar vermisste und schätzte. Sie kehrte nur ein halbes Jahr später zur Zunft zurück und es fiel auf, dass das pubertäre „Kind“ plötzlich viel dankbarer, freundlicher und ausgeglichener wirkte.
 
An diesem Punkt realisierte die junge Frau erst, wie sehr sie ihre Hexer-Freunde und ihren Ziehvater Balthar vermisste und schätzte. Sie kehrte nur ein halbes Jahr später zur Zunft zurück und es fiel auf, dass das pubertäre „Kind“ plötzlich viel dankbarer, freundlicher und ausgeglichener wirkte.

Aktuelle Version vom 16. Februar 2018, 12:09 Uhr

Zurück zu: Arianna "Anna" Nowak von Novigrad

Arianna wurde als erste Tochter eines einfachen Fischers und dessen Frau in Novigrad geboren. Sehr früh wurde das Mädchen aber an einen Hexer übergeben, der sie durch das Gesetz der Überraschung und als Bezahlung für einen „Gefallen“ bekam:

Der besagte Fischer namens Alexej Nowak fing eines Tages plötzlich keine Fische mehr und konnte es sich einfach nicht erklären, dass auf einmal nichts mehr anbiss. Nicht einmal alte Schuhe fischte er mehr aus dem Wasser. Er versuchte es an allen möglichen Stellen seines Fischreviers in Novigrad, doch blieb erfolglos. Der arme Mann konnte durch seinen fehlenden Fischertrag keine Geschäfte mehr treiben und daher ging ihm sehr bald das Geld aus. Daneben hatte Alexej auch noch eine hochschwangere Frau zuhause, die über einen fürchterlichen Hunger klagte und ihn einen Taugenichts schimpfte. Gezwungen von diesen Umständen wagte sich der tapfere Fischer aus der Stadt heraus, um vor den Toren nach neuen Gebieten zu suchen, in denen das Gewässer nicht überfischt sei. Doch auch hier verfolgte ihn das Unglück und er lief in die Fänge einer Gruppe aggressiver Ertrunkener.

Als der arme Mann schon blutend am Boden lag und glaubte seinen letzten Atemzug zu tun, tauchte ein Hexer namens Baltharsar von Brugge auf. Binnen weniger Augenblicke erledigte der Mann mit dem Wolfsmedaillon die Ertrunkenen und rettete Alexej damit das Leben. Da Letzterer kein Geld besaß, doch tief in der Schuld seines Retters stand, forderte der Hexer das Gesetz der Überraschung als Bezahlung ein: Er sollte das Erste bekommen, das den Fischer zu Hause unerwarteter Weise begrüßte. Er brachte den verletzten Mann also nach Hause und das Erste, das sie dort hörten war das Geschrei eines neugeborenen Kindes. Dieses Baby war Arianna, die „Belohnung“, die Balthar dafür bekommen sollte Alexej das Leben gerettet zu haben.

Jugendjahre Bearbeiten

Arianna wuchs unter den Männern der Wolfsschule auf, nachdem sie im Alter von sechs Jahren von ihrem Ziehvater Balthar dorthin gebracht worden war. Das gelehrige Mädchen wurde schon früh im Kampf trainiert und unterrichtet, musste viele Theorien über Monster und Kräuter lernen. Etwas anderes wussten Balthar und dessen Kameraden nämlich einfach nicht mit dem Kind anzufangen. Schließlich waren sie Hexer und keine Kindergärtner. Doch so schwierig es sich herausstellte plötzlich ein kleines, quirliges Mädchen in der Zunft zu wissen, so sehr wurde sie auch bald akzeptiert und aufgezogen wie ein zukünftiger Hexer.

Anna, wie sie heute von ihren Kameraden genannt wird, war ein richtiger Wirbelwind und bescherte den Männern ab und an einen ganz schönen Ärger. Besonders in der Pubertät wurde sie schwierig, da sie sich als einzige Dame in der Feste absolut nicht verstanden fühlte.

Mit fünfzehn Jahren lief sie daher zum ersten Mal fort, um ihre echten Eltern zu suchen. Sie fand jene auch, doch diese Erfahrung war für sie verdammt ernüchternd: Sie traf auf einen konservativen Vater, der ihr nicht in die Augen sehen konnte und eine Mutter, die keine Zeit für sie hatte, weil sie sich um drei kleinere Kinder kümmern musste. Anna wurde von ihren leiblichen Eltern zwar in das Haus eingeladen, traf aber auf sehr abweisendes Verhalten, Unverständnis wegen des Schwertes auf ihrem Rücken und auf kühle, betretene Freundlichkeit.

An diesem Punkt realisierte die junge Frau erst, wie sehr sie ihre Hexer-Freunde und ihren Ziehvater Balthar vermisste und schätzte. Sie kehrte nur ein halbes Jahr später zur Zunft zurück und es fiel auf, dass das pubertäre „Kind“ plötzlich viel dankbarer, freundlicher und ausgeglichener wirkte.

Anna wollte ihre leiblichen Eltern nie wieder sehen und hatte endlich mit diesem unliebsamen Thema abgeschlossen. Sie akzeptierte Balthar vollends als ihren Vater und ihre Freunde als ihre neue Familie.

Erwachsenenalter Bearbeiten

Nach all ihrem harten Training und den zähen Unterrichtsstunden in der Wolfsschule zog die burschikose Anna manchmal mit Balthar los, um nicht nur theoretische Dinge zu lernen, sondern um endlich auch Monster in der Praxis zu töten. Bald erlegte sie allein - doch unter den sehr wachsamen Augen ihres Ziehvaters - ihren ersten Ghul. Sie kam dadurch auf den Geschmack der Monsterjagd, begleitete Balthar oft oder zog alleine los, um allerhand Aufträge zu erledigen.

Dabei gab es nur ein „Problem“: Anna war trotz allem kein Hexer; obwohl sie als Symbol der Zugehörigkeit ein Wolfsamulett trug und den Kampfstil ihrer Kumpanen angenommen hatte. Und die Aussichten darauf ein Mutant zu werden, lagen von jeher bei Null, denn es gibt keine Formeln für eine Kräuterprobe bei Frauen. Dieser Tatsache wegen fühlte sich Anna immer stark benachteiligt und ärgerte sich oft, weil sie es ohne Mutagene, Hexer-Zeichen oder -Tränke nicht wagen konnte gewisse Ungeheuer zu jagen.

Anna fühlte sich wie festgefahren und das frustrierte und langweilte sie. Sie begann nach duzenden erledigten Aufträgen darüber nachzudenken wie sie in Zukunft weitermachen sollte… und sie entschied sich dazu nach einer Methode zu suchen, mit der auch Frauen zu Hexern werden könnten. Sie erzählte aber niemandem etwas von diesem wagemutigen Plan und begann auf eigene Faust sich über die Prozedur der Kräuterprobe schlau zu machen, um diese irgendwann „neu“ zu erfinden und an sich selbst auszuprobieren.

Eines Tages begleitete Anna Balthar bis nach Goldenbruch, wo sich ihre Wege trennten. Unter dem Vorwand nur einen Abaya-Auftrag erledigen zu wollen, verschwand die Frau im Alter von 18 Jahren spurlos. Dies ist nun mehr als vier Jahre her.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.